Sehr gute Bewertung für Rosendorf-Musikanten

Klingendes Spiel in Hildesheim erfolgreich

Der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ Seppenrade hat sich als bundesweit einziger Spielmannszug beim 8. Deutschen Orchesterwettbewerb in Hildesheim präsentiert und für sein Wettbewerbsprogramm die Gesamtbewertung „Sehr gut“ erhalten. Letztlich nur 0,7 Punkte fehlten den Seppenradern unter der musikalischen Leitung von Ann-Kathrin Westrup, um die Höchstwertung zu erlangen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für eine ganze Woche, in der Zeit vom 12. bis 20. Mai 2012, war die Stadt Hildesheim in Niedersachsen die Hochburg der Laienorchester aus ganz Deutschland. Seit 1986 findet der Deutsche Orchesterwettbewerb im olympischen Turnus von vier Jahren statt und stellt somit das Gipfeltreffen der Laien-Orchestermusik dar. Für viele Ensembles und Musiker geht bereits mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung ein Traum in Erfüllung. Rund 4.500 Musiker in 115 Orchestern und Ensembles aus allen 16 Bundesländern traten in Hildesheim zum Leistungsvergleich an, um die Preisträger zu ermitteln. Sämtliche Musikgruppen aus 15 ausgeschriebenen Kategorien – darunter Jazz- und Blasorchester, Gitarrenensembles, Spielleutekorps, Zupf- und Akkordeonorchester sowie Big Bands – mussten  sich zuvor auf Landesebene für die Teilnahme in Hildesheim qualifizieren. Dies war dem Spielmannszug Seppenrade im vergangenen Herbst als Preisträger Nordrhein-Westfalens beim Landesorchesterwettbewerb in Paderborn gelungen.

Nach der Anreise an Christi Himmelfahrt  bereiteten sich die 48 Musikerinnen und Musiker aus Seppenrade in ihrem Hotel in Hannover in einer zweistündigen Orchesterprobe auf das abendliche Wertungsspiel vor. Als letztes Orchester durften sich die Spielleute dann um 21 Uhr in Hildesheim der dreiköpfigen Jury vorstellen. Es folgte ein gelungener Auftritt mit „Spectaculum“ und „Vietnam Spring“, den beiden Erfolgsstücken aus dem Landeswettbewerb. Als dritte und letzte Originalkomposition präsentierte der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ das neue Wahlpflichtstück „Pictures of Life“. Bei diesem Stück gab es anfänglich einige Unsicherheiten, die auch die Jury bemerkt hatte. Im ausführlichen Kritikgespräch lobte die Jury die besonders gute Intonation der Flöten und den Gesamtklang des Orchesters. Besondere Anerkennung fand die Entwicklung des Vereins im tiefen Register (Alt- und Bassflöten) und das schöne und dezente Schlagzeugregister. Diese Entwicklung sei vorbildlich für viele andere Spielmannszüge. Die Jury sprach die Empfehlung aus, weiterhin hochkarätige Wettbewerbe zu spielen.

Am Freitag gaben die Musiker aus dem Rosendorf im Rahmenprogramm ein einstündiges Konzert auf der Open-Air-Bühne auf dem Andreasplatz in der Hildesheimer Innenstadt. In entspannter Atmosphäre präsentierten die Spielleute ihr breit gefächertes Programm und fanden dabei viele interessierte Zuhörer. Organisationsleiter Herbert Niehues zeigte sich von der Veranstaltung und dem Ergebnis hellauf begeistert.

Auf dem Weg zum Meister-Orchester

Seppenrade – Mit einem Titel als „Deutsches Meister- Orchester“ möchte der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ in sein Jubiläumsjahr 2013 gehen, in dem der Musikzug 60 Jahre alt wird. Daher fasste die Generalversammlung am Samstag den Beschluss, beim Deutschen Orchesterwettbewerb am 17. und 18. Mai in Hildesheim zu starten. Die Qualifikation dazu hatten die Musiker beim Landes-Orchesterwettbewerb im Herbst in Paderborn geschafft. Wenn der musikalische Vortrag von den Wertungsrichtern in Hildesheim mit mehr als 23 Punkten bewertet wird, kann der Verein den Titel Meister-Orchester in seinen Briefkopf mit aufnehmen.

Nicht nur musikalisch wurde die Richtung für die Zukunft eingeschlagen. Auch personell hat sich in der Versammlung einiges geändert. Klaus Bücker, seit 33 Jahren im Vorstand, davon 28 Jahre als Vorsitzender, legte sein Amt in jüngere Hände. Sebastian Stimberg, bisher sein Stellvertreter, wurde mit großer Mehrheit zum neuen Chef des Vereins gewählt.

Die obligatorischen Regularien waren schnell abgehakt. Sowohl im Bericht von Geschäftsführer Martin Hülk, als auch im Vortrag der musikalischen Leiterin Ann-Kathrin Westrup stand der Erfolg in Paderborn im Mittelpunkt. Westrup dankte vor allem dem großen Ausbilderteam aus den eigenen Reihen, das mittlerweile 15 Musiker umfasst. „Wir haben alles richtig gemacht. Unsere musikalische Entwicklung ist beispiellos“, lobte Klaus Bücker die Arbeit der Ausbilder. Eine positive Kassenbilanz legte Franz-Josef Tintrup vor, so dass die einstimmige Entlastung reine Formsache war. Mit Mareike Hülk, Anja Lukas und Anke Niehues wurden drei Musikerinnen in die Seniorengruppe aufgenommen.

Bei den Vorstandswahlen gab es nur den Wechsel an der Vereinsspitze. Den Stellvertreterposten von Sebastian Stimberg übernimmt Barbara Medding. Martin Hülk und Benedikt Lütke Volksbeck als Geschäftsführer sowie die Kassierer Franz-Josef Tintrup und Werner Niehues wurden in ihren Ämtern bestätigt. Für Barbara Medding rückt Daniel Geismann zusammen mit Kerstin Becker als Beisitzer in die Vorstandsriege. Michaela Mensmann und Klaus Bücker prüfen im kommenden Jahr die Kasse. Zudem wurde eine moderate Anhebung der Mitgliederbeiträge beschlossen.

Für 2012 liegen dem Musikzug schon viele Einladungen zu Wettstreiten und Freundschaftstreffen vor. Fest terminiert wurden, neben allen traditionellen Veranstaltungen im Dorf, zunächst nur der Deutsche Orchester-Wettbewerb in Hildesheim, das Schützenfest in Düdinghausen im Sauerland (14./15. Juli), die Landesmeisterschaft in Stolberg bei Aachen (29./30. September) sowie das Freundschaftstreffen in Buldern, wo die jüngsten Musiker ihren ersten großen Auftritt haben werden.

 

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Das „Dankeschön“ stand im Mittelpunkt

Seppenrade – „Ich habe noch nie im Leben so häufig „Dankeschön“ gesagt wie heute Abend“, begrüße Friedhelm Landfester, Vorsitzender des Heimatvereins, beim traditionellen Dankeschönabend des Vereins am Freitagabend vor dem Heimathaus die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die wieder für einen reibungslosen Ablauf des Rosenfestes am dritten Augustwochenende gesorgt hatten.

Dank sprach Landfester nicht nur Bürgermeister Richard Borgmann aus, der das ehrenamtliche Engagement der Heimatfreunde gelobt hatte. Auch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die Mitglieder aus 34 Vereinen und Gruppierungen des Dorfes, die Polizei, die an allen Festtagen präsent war, der Sicherheitsdienst, der Spielmannszug „Klingendes Spiel“, der auch am Freitagabend für die musikalische Unterhaltung gesorgt hatte, wurden lobend für ihren unermüdlichen Einsatz erwähnt. Einen besonderen Dank richtete der Vorsitzende an die Nachbarn am Rosengarten und auf dem Kirchplatz, die währen des Festes etwas weniger Schlaf als gewohnt bekommen haben.

Bei spätsommerlichem Wetter verbrachten die Helfer gemütliche Stunden im und am Heimathaus, wo sie vom Kegelclub „Die Holzhacker“ mit Getränken und von der Bäckerei Holtermann mit einem Abendessen verwöhnt wurden.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Weißbierstimmung im Rosendorf

Seppenrade – „A Mords-Gaudi“, würde der Bayer zu dem sagen, was die Seppenrader am Sonntagabend im Spielmannszugheim am alten Sportplatz feierten. Dorthin hatte nämlich der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ alle Oktoberfestfreunde zum Bayrischen Abend eingeladen.

Mächtig eingeheizt wurde den zahlreichen Anwesenden von der Gruppe „Roz“, die extra aus dem Frankenland ins Rosendorf angereist war. Unbekannte Gesichter waren die drei Musiker für die Seppenrader jedoch nicht: „Roz“ ist eine kleine Kombo von den „Islinger Musikanten“, die jedes Jahr beim Seppenrader Rosenfest auf dem Kirchplatz auftreten. Neben der passenden Musik durfte es natürlich auch nicht an einer Reihe von verschiedenen Bieren sowie Brezeln fehlen.

Was die Organisatoren besonders freute und gleichzeitig das allgemeine Erscheinungsbild im bayrisch geschmückten Spielmannszugheim erstrahlen ließ, war die Tatsache, dass der Großteil der Frauen in hübschen Dirndln und der Männer in Lederhosen erschienen waren.

So war alles angerichtet für ein zünftiges Fest, das bei bester Stimmung bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde. Als spaßige Einlagen wurden dabei die Wettbewerbe im Wettnageln und Maßkrugstemmen durchgeführt. Außerdem stand eine Wahl zur „Miss Dirndl“ auf dem Programm.

VON MARIAN TÜNS

Quelle: Westfälische Nachrichten

Den richtigen Ton getroffen

„Klingendes Spiel“ belegt ersten Platz

Seppenrade – Der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ Seppenrade hat beim 8. Landesorchesterwettbewerb in Paderborn „mit hervorragendem Erfolg“ teilgenommen. Bei diesem vom Landesmusikrat NRW durchgeführten Wettbewerb – gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport – gingen rund 80 Laienorchester in verschiedenen Kategorien an den Start. Als Sieger ihrer Kategorie werden die Spielleute aus dem Rosendorf als Vertreter Nordrhein-Westfalens zum 8. Deutschen Orchesterwettbewerb 2012 in Hildesheim weitergemeldet.

Mit 24 von 25 möglichen Punkten hatten die Seppenrader die höchste Punktwertung ihrer Kategorie und damit die Spielleuteorchester aus Erftstadt und Südlohn hinter sich gelassen. Unter der Leitung von Ann-Kathrin Westrup hinterließen die Spielleute bereits mit dem ersten Musikstück – mittelalterlichen Ritterskizzen mit dem Titel „Spectaculum“ – einen hervorragenden Eindruck bei der Jury. Insbesondere Christiane Dömer und Freya Schwarz als Solistinnen ragten dabei heraus. Aus einem sehr guten Gesamtorchester müssen außerdem Sebastian Stimberg für seine technisch anspruchsvollen Leistungen am Xylophon sowie Michelle Vierhaus an der Snare-Drum und Hanna Niehues auf der Sopranflöte hervorgehoben werden.

Ganz Paderborn stand am Wochenende im Zeichen der Laienmusik. In vier Spielstätten präsentierten sich die Laienorchester den Juroren, darunter Posaunenchöre, Big Bands, Blas-, Kammer- und Zupforchester.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Landesorchesterwettbewerb in Paderborn

„Klingendes Spiel“ Seppenrade hat mit hervorragendem Erfolg teilgenommen

Schon morgens früh um 7 Uhr startete am 15. Oktober unsere Busreise von Seppenrade nach Paderborn. Mit einem Anhänger voller Instrumente und einem sehr guten Gefühl, denn die letzten Proben hatten uns gezeigt, dass uns die neuen Musikstücke gut liegen und wir sehr gut in Form waren.

An dem vom Landesmusikrat NRW durchgeführten Landesorchesterwettbewerb – gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport –  gingen  insgesamt rd. 80 Laienorchester  in verschiedenen Kategorien an den Start. Leider waren nur drei Spielleuteorchester angemeldet. Neben uns noch das Spielleuteorchester „Gut Klang“ Erftstadt und der Spielmannszug Südlohn.

Für uns begann der 8. Landesorchesterwettbewerb in Paderborn als erster Starter bereits um 11 Uhr in der Paderhalle. Um keine Zeit zu verlieren, verlegten wir den Einspielraum direkt auf die Bühne. Dies hatten wir auch schon mit den nach uns startenden Kollegen aus Erftstadt abgestimmt. Alles kein Problem – oder doch nicht? Kaum mit der Probe angefangen, wurden wir von einem Vertreter des Veranstalters wenig freundlich auf das von ihm auszuübende Hausrecht hingewiesen. Was wir machten sei Anarchie! Der nette Herr gönnte uns dann großzügiger Weise doch noch einmal 5 Minuten auf der Bühne, bevor wir uns dann in den Einspielraum begeben mussten.

Von diesem unerfreulichen Auftakt ließen wir uns jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Das Einspielen verlief ordentlich und dann standen wir mit 50 Spielleuten auf der Bühne. Unter der Leitung von Ann-Kathrin Westrup spielten wir als erstes Musikstück mittelalterliche Ritterskizzen mit dem Titel „Spectaculum“. Das war, abgesehen von kleinen Temposchwankungen, direkt ein sehr gelungener Vortrag. Danach folgte mit „Vietnam Spring“ für uns eine weitere Uraufführung. Mit seinen asiatischen Klängen im 5/4 Takt ein für Spielleuteorchester ungewöhnliches Stück, an dem wir in den Proben aber sehr schnelle Freude gefunden haben. So haben wir es auch dann auf die Bühne gebracht. Insbesondere der Sound der Bass- und Alt-Klappenflöten geben dem Musikstück eine wunderbare Klangfülle. Als letztes präsentierten wir den schottischen Marsch „Highlander“ – da konnte nichts mehr anbrennen.

Danach machten wir die Bühne frei und konnten uns die Vorträge der Musikfreunde aus Erftstadt und Südlohn anschauen. Beide Vereine boten ebenso überzeugende Leistungen, so dass wir feststellen konnten, dass die Spielleutemusik beim LOW insgesamt sehr gut vertreten wurde. Über das Ergebnis musste die Jury entscheiden. Die lange Zeit bis zum abendlichen Preisträgerkonzert überbrückten wir mit einem Auftritt auf der offenen Bühne am Paderborner Rathaus. Bei herrlichem Sonnenschein konnten dort die Musikgruppen die durch die Stadt flanierenden Paderborner von den beindruckenden Leistungen der Laienmusik in NRW überzeugen.

Das von dem bekannten Kabarettisten Herbert Feuerstein moderierte Preisträgerkonzert zeigte abends noch einmal einen Querschnitt durch die gesamte Laienmusik in Nordrhein-Westfalen. Wir konnten leider nicht dabei sein, da einige Spielleute aus unseren Reihen aus unterschiedlichen Gründen schon vorzeitig die Rückreise antreten mussten und daher die Besetzung nicht mehr ausreichte, um „Spectaculum“ in diesem Rahmen noch einmal aufzuführen. Danach wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs verkündet: Mit 24 von 25 möglichen Punkten hatten wir die höchste Punktwertung in der Kategorie Spielleutekorps erreicht. Die Spielleute aus Erftstadt und Südlohn folgten mit jeweils 22,6 Punkten.

Mit diesem Ergebnis wird der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ Seppenrade vom Landesmusikrat NRW zum 8. Deutschen Orchesterwettbewerb 2012 in Hildesheim weitergemeltet. Auch das Spielleuteorchester „Gut Klang“ Erftstadt und der Spielmannszug Südlohn haben gute Chancen, in Hildesheim dabei zu sein, denn beide Orchester werden als Optionsmeldung weitergemeldet. Über die Zulassung entscheidet der Hauptausschuss des 8. Deutschen Orchesterwettbewerbs 2012.

Für uns war das Ergebnis von Paderborn auf jeden Fall einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte und demensprechend wurde auf der Rückreise auch gefeiert.

Ergebnisliste

Rosenfest

Strahlende Sonne, strahlende Gesichter

Seppenrade – „Ich freue mich, dass die Sonne scheint und ich viele strahlende Gesichter sehe“, begrüßte Friedhelm Landfester, Vorsitzender des Heimatvereins, die Gäste zum Auftakt des 45. Rosenfestes auf dem Kirchplatz. Es war der Start zu einer Sommernachts­party, die sich bei schönstem Wetter vom Kirchplatz bis zum Rosengarten zog.

Gleich zu Beginn seiner Rede dankte Landfester allen Helfern, die dieses Fest in den vergangenen Tagen vorbereitet hatten. Namentlich nannte er seinen Vorgänger im Amt des Vorsitzenden, Josef Große Entrup, der ihm den Einstieg in die Organisation leicht gemacht habe. Gedankt wurde einer Vielzahl von Einzelpersonen, Vereinen und Gruppierungen. Landfester zitierte dazu Frantz Wittkamp, „Manchmal muss man danke sagen. Nicht erst morgen, jetzt sofort. Auch an Sonn- und Feiertagen. Danke ist ein schönes Wort“. Bevor der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ die Gästeschar musikalisch unterhielt, eröffnete Landfester mit einem weiteren Vers von Frantz Wittkamp das Fest, „Jedes schöne Fest hat einen Schluss. Wir wissen noch nicht wann. Es heißt, dass jeder gehen muss, der dann noch gehen kann.“

Auf dem Kirchplatz wurden die Seppenrader Spielleute von ihren musikalischen Freunden, den Islinger Musikanten, abgelöst, die mit ihrer bunten Mischung aus bayerischer Musik, Schlagern und Rockmusik bis tief in die Nacht für tolle Stimmung und eine volle Tanzfläche vor der illuminierten Pfarrkirche St. Dionysius sorgten.

Nicht weniger eng, dafür aber ein wenig lauter ging es im Rosengarten zu, wo ein Discjockey vom Musikpark mit seiner Musikauswahl das etwas jüngere Publikum ebenso anzog wie die Kirmes mit ihren Fahrgeschäften.

Die Islinger Musikanten hatten nur eine kurze Nacht, denn bereits am Sonntagvormittag spielten sie auf dem Kirchplatz zum musikalischen Frühschoppen auf. Am frühen Nachmittag übernahmen die Dorfmusikanten das musikalische Regiment rund um den Kirchplatz, wo das bunte Treiben mit dem Dämmerschoppen, bei dem die Gruppe „2night“ aufspielte, zu Ende ging. Im Rosengarten liefen da bereits die Vorbereitungen für den Tanzabend mit der Lüdinghauser Band „Bluelight“ sowie das große Lichterfest.

Am heutigen Montag stehen ab 14.30 Uhr für die Kinder die Kirmesattraktionen, Kinderschminken sowie das Figurentheater Compagnie aus Wolfsburg mit dem Stück „Badetag bei Gretel und Kaspar“ auf dem Programm. Die Cafeteria im Rosengarten eröffnet um 15.30 Uhr, bevor dann um 20 Uhr der Tanzabend mit der Show- und Partyband „Groovin“ beginnt. Höhepunkt des Abends wird das große Feuerwerk sein, das mit Einbruch der Dunkelheit den Himmel über Seppenrade in bunte Farben hüllen wird.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Hüwelgemeinschaft feiert 50-jähriges Bestehen

Gemeinschaftssinn stärken

Seppenrade – Ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftssinn waren Stichwörter, die sich wie ein roter Faden durch die Grußworte während der großen Jubiläumsfeier anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hüwelgemeinschaft „Ennigkeet alltied“ im Festzelt auf dem Sportgelände am gestrigen Freitagabend zogen. Willi Heimsath, Vorsitzender der Gemeinschaft, hieß nach einem kurzen Empfang der zahlreichen Gäste und der musikalischen Begrüßung durch den Spielmannszug „Klingendes Spiel“ neben vielen – auch ehemaligen- Hüwelanern ganz besonders Landrat Konrad Püning, Artur Friedenstab. den stellvertretenden Bürgermeister und Pfarrer Jürgen Heukamp von der katholischen Kirchengemeinde willkommen. Zudem Vertreter vieler Vereine und Institutionen der Stadt. Christoph Davids führte als Moderator locker und unterhaltsam durch den Abend. Es waren so viele Gäste erschienen, dass ein Großteil von ihnen im bunt geschmückten Festzelt stehen mussten.

In seiner Festrede hob Heimsath die Idee der Gründer noch einmal hervor, die vor 50 Jahren mit einem Karnevalsverein den Grundstock für die heutige Gemeinschaft gelegt hatten. „Aus dem Karnevalsverein ist im Laufe der Jahre eine Nachbarschaftsgemeinschaft entstanden, deren Gemeinschaftssinn über den Hüwel hinaus bekannt wurde. Der Gemeinschaftssinn ist es, der den Verein nach vorne bringt, auch mit Blick auf unsere Kinder, die beschützt aufwachsen sollen. Durch die spielenden Kinder entstand die Idee unserer Sport- und Freizeitanlage und damit einer Sportabteilung, die mit ihren Erfolgen die Gemeinschaft über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht hat“, sagte Heimsath.

Wer sich dieser Gemeinschaft ein wenig öffne, werde aufgenommen und inte­griert, denn für jeden sei etwas dabei. So wüchsen die Kinder in der Gemeinschaft heran und fühlten sich wohl. Darum stehe der Nachwuchs seit 1962 beim Kinderschützenfest im Mittelpunkt. „Natürlich bringt Vereinsarbeit, damit alles funktioniert, auch Arbeit mit sich. Wenn wir dann am Ende des Jahres zurückblicken, können wir mit Stolz sagen, das Richtige getan zu haben. Diesen Gemeinschaftssinn weiter zu fördern und Leute für ehrenamtliche Vereinsarbeit zu finden, werden die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte sein“, so Heimsath, der sich zum Schluss seiner Rede beim Vorstandsteam und dem Kindergartenteam St. Monika für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Artur Friedenstab eröffnete die Reihe der Gastredner, bevor verdiente Hüwelaner für ihre Arbeit im Vorstand geehrt wurden (siehe gesonderten Bericht auf der dritten Lokalseite). Nach so vielen Worten sorgten der Kindergarten St. Monika mit Liedern und Tänzen, die Tetekumer Funken und die Ambossfunken mit ihren Tanzdarbietungen, der Spielmannszug „Klingendes Spiel“, Paula Scholle mit plattdeutschen Dönekes, der Auftritt der befreundeten Lüdinghauser Gemeinschaften Mühlenpaot, Struck und die Bürgerschützengilde sowie die Familie Blechinger mit dem für diese Jubiläum getxteten „Hüwel-Song“ für eine stimmungsvolle Abwechslung, bevor Discjockey Rainer Bitter mit seiner Musik für eine lange Nacht am Hüwel sorgte.

Am heutigen Samstag werden die Feierlichkeiten um 15 Uhr mit dem Antreten der ehemaligen Königspaare weiter, die um 16 Uhr das Kaiserpaar beim Vogelwerfen ermitteln werden. Um 20 Uhr beginnt im Festzelt das große Sommerfest mit der Tanzband „Blue Light“. Der morgige Sonntag startet um 11 Uhr mit einem musikalischen Frühschoppen, dem sich um 14 Uhr das Kinderschützenfest und um 16 Uhr das Kinderfest auf dem Sportgelände anschließen werden.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Schützenfest Emkum-Reckelsum

Mit dem perfekten Schuss zum Titel

Seppenrade – An potenziellen Nachfolgern für den scheidenden König mangelte es den Emkum-Reckelsumern am Sonntagnachmittag keinesfalls. Nach den ersten knapp 200 Schüssen kristallisierte sich rasch ein spannender Fünfkampf um die Königswürde heraus. Die beiden Vorstandsmitglieder Erich Vieting und Ferdinand Muhle, Spieß Frank Wienhölter sowie Dirk Lukas und Dirk Meyritz hatten dem hölzernen Federvieh ordentlich den Kampf angesagt. Als Vieting dann um 16.48 Uhr guten Mutes zum 226. Schuss antrat, musste der Vogel noch nicht unbedingt fallen, doch der 58-Jährige erwischte wohl den perfekten Schuss, sodass der Vogel sauber auseinanderplatzte und gen Erde flatterte. Nach den ersten Feierlichkeiten präsentierte Vieting den „Untertanen“ seine Königin Maria Heckmann sowie die beiden Ehrendamen Erika Vieting und Inta Große Entrup.

Mit der traditionellen Generalprobe begannen am Freitagabend die vier Festtage der dritten Kompanie. Hier zeigte sich, dass sich die vielen Übungsabende im Vorfeld des Schützenfestes gelohnt hatten. Im Festzelt stimmten sich anschließend alle bei Musik und Tanz auf das Wochenende ein. Am Samstag wurde mit einer Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Dionysius der lebenden und Verstorbenen gedacht und die neue Kompaniefahne eingeweiht. In Begleitung des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“ und der „Dorfmusikanten“ zog die dritte Kompanie anschließend zur Kranzniederlegung am Ehrenmal, wo von den Jungjägern zunächst Rosen niedergelegt wurden. „Wie passt es zusammen, dass wir hier der Verstorbenen gedenken und gleichzeitig auf ein fröhliches Fest hoffen?“, fragte Ewald Rips, Vorsitzender der Emkum-Reckelsumer Schützen in seiner Gedenkrede. „Nach der Trauer bleibt die Erinnerung. Das führt uns hier zusammen. Die Verstorbenen bleiben unvergessliche Begleiter unseres Lebens. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen“ sagte Rips..

Ein imposantes Bild bot sich den vielen Hundert Besuchern am Sonntagmittag auf der Festwiese Hülsmann, wo das gesamte Bataillon zur Verabschiedung des alten Königspaares, Benedikt Hölper und Ruth Schöler, angetreten war. Hölper dankte allen Schützen für ihr Erscheinen und die großartige Unterstützung in den vergangenen vier Jahren seiner Regentschaft. „Jetzt freue ich mich diebisch auf das Königsschießen“, sagte der scheidende König, bevor der Spielmannszug den großen Festumzug durch Reckelsum anführte. Im Anschluss wurde das Königspaar zum letzten Mal mit einem Fahnenschlag geehrt, bevor Benedikt Hölper dann das spannende Königsschießen mit dem ersten Schuss eröffnete.

Nach dem zweiten Antreten, der Proklamation des neuen Königspaares und der Polonaise ins Festzelt begann am Sonntagabend der zünftige Königsball mit der Gruppe „Motion“. Abschluss des Festes ist am heutigen Montag der große Frühschoppen mit Gratulationen, Ehrungen und Tanz.

Quelle: Westfälische Nachrichten

Maigang

Geehrte brachten Ständchen

Seppenrade – Einen Blick zurück in die frühen 70er Jahre warfen die Musiker des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“ und ihre Gäste beim Maigang am Mittwochabend. Grund war die 40-jährige Mitgliedschaft von sechs Spielleuten, die 1971 einer der ersten Jugendgruppen des Vereins beitraten und den Musikzug zu einem der erfolgreichsten in Deutschland machten.

Begonnen hatte der Maigang auf der Sonnenterrasse des Reitervereins in Ondrup, wo Alfons Nienhaus, Ludger Hellkuhl und Norbert Dinkheller vom Vorstand der Reiter den Gästen Rede und Antwort standen, über die vielseitige Arbeit bei den Pferdefreunden berichteten und zum Anschluss die Reitanlage zeigten. Durch die „Ondruper Riege“ ging es zum Vereinsheim an der Kastanienallee, wo nach einem kräftigen Abendessen die Jubilarehrung einen geselligen Abend einleitete.

Anhand von alten Fotos und Zeitungsberichten wurde an die Zeit erinnert, als Klaus Bücker, Herbert Niehues, Günter Niehues, Norbert Niehues, Helmut Nottenkämper und Detlef Kind, die 1971 in den Spielmannszug aufgenommen wurden, die ersten Flötentöne und Trommeltakte erlernten. Mit dabei war auch Hermann Krusel, Ausbilder der Trommler, während Walter Kück damals die Flötisten ausbildete. „Wir haben aus purem Idealismus und ohne große Notenkenntnis unser bescheidenes Wissen weitergegeben“, sagte Hermann Krusel, der auch auf die Gründung der ersten Mädchengruppe 1973 einging. Die großen Erfolge mit mehreren Meistertiteln auf Bundes- und Landesebene ließen nicht lange auf sich warten. „Das war auch ein Erfolg unserer guten Kameradschaft im Verein, der hoffentlich auch weiterhin seinen Platz in der Gemeinde finden wird“, betonte Krusel, der zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Sebastian Stimberg den Jubilaren die Goldene Vereinsnadel und eine Ehrenurkunde überreichte. Natürlich brachte das Sextett als kleines Dankeschön ein Ständchen mit dem Stück „Hannoversche Pioniere“, der erste Marsch, den sie vor 40 Jahren gelernt hatten. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurde außerdem noch Barbara Medding geehrt.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Musik für Senegal

Musikalische Hilfe für Senegal

Seppenrade – „Musik für Senegal ist auch Hilfe für Senegal“, sagte Franz-Josef Frye, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Senegal“ bei der Eröffnung eines Benefizkonzertes für seinen Verein am Sonntag im Rosengarten. Die äußeren Umstände am Sonntag wiesen durchaus Parallelen zum Land in Westafrika auf. Da waren zum einen die Sonne mit ihren heißen Temperaturen, und zum anderen die Freude an der Musik, auch wenn im Senegal diese Freude noch durch den Tanz verstärkt wird.

Fast ein Dreivierteljahr haben die Vorbereitungen zu diesem Konzert gedauert, wie Klaus Bücker, Vorsitzender des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“, dem noch am Abend der 20-Jahrfeier der Senegalhilfe im vergangenen Jahr die Idee dazu kam. „An diesem Jubiläumsabend haben wir uns von der Arbeit des Vereins im Senegal überzeugen lassen“, sagte Bücker. Mit den befreundeten Dorfmusikanten und der B-Sharp Big Band aus Ascheberg waren schnell musikalische Partner gefunden. Weitere Unterstützung fanden die Spielleute im Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr aus Seppenrade, die für die Verpflegungsstände und das Rahmenprogramm für die Kinder mit Hüpfburg, Maltisch oder Glücksrad verantwortlich zeichneten.

„Ich war von der professionellen Vorbereitung der Veranstaltung begeistert, hatte das von Seppenrade aber auch nicht anders erwartet“, sagte Franz-Josef Frye, der mit einigen interessanten Zahlen die Bedeutung der Arbeit im Senegal unterstrich. So sei die Säuglingssterblichkeit in der Region Thies nach dem Bau einer Geburtsstation von 22 auf fünf Prozent gesunken, weil die Mütter vorher und nachher beraten werden. Ebenso konnte die Rate der Analphabeten von 50 auf zehn Prozent durch den Bau und Unterstützung von Schulen gesenkt werden. „Eine bessere Entwicklung geht nur über eine gute Bildung. Mit dem Erlös aus diesem Konzert retten und verbessern wir Leben im Senegal“, betonte Frye, der mit der Rhythmikergruppe „Come & drum“ von der Musikschule aus Dülmen noch eine vierte Musikgruppe mitgebracht hatte, die eine etwas andere Musik darbot. Beim Auftritt der vier Frauen blieb kein Fuß ruhig, so gingen die Gäste bei dem Rhythmus mit.

Die zahlreichen Besucher waren nicht nur von der tollen Unterhaltung der Musikgruppen angetan, sondern auch vom Rosengarten, der für dieses Konzert bei dem herrlichen Wetter den richtigen Rahmen bildete.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

1 5 6 7 8