Zeitungsbeiträge

Rosenfest

Strahlende Sonne, strahlende Gesichter

Seppenrade – „Ich freue mich, dass die Sonne scheint und ich viele strahlende Gesichter sehe“, begrüßte Friedhelm Landfester, Vorsitzender des Heimatvereins, die Gäste zum Auftakt des 45. Rosenfestes auf dem Kirchplatz. Es war der Start zu einer Sommernachts­party, die sich bei schönstem Wetter vom Kirchplatz bis zum Rosengarten zog.

Gleich zu Beginn seiner Rede dankte Landfester allen Helfern, die dieses Fest in den vergangenen Tagen vorbereitet hatten. Namentlich nannte er seinen Vorgänger im Amt des Vorsitzenden, Josef Große Entrup, der ihm den Einstieg in die Organisation leicht gemacht habe. Gedankt wurde einer Vielzahl von Einzelpersonen, Vereinen und Gruppierungen. Landfester zitierte dazu Frantz Wittkamp, „Manchmal muss man danke sagen. Nicht erst morgen, jetzt sofort. Auch an Sonn- und Feiertagen. Danke ist ein schönes Wort“. Bevor der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ die Gästeschar musikalisch unterhielt, eröffnete Landfester mit einem weiteren Vers von Frantz Wittkamp das Fest, „Jedes schöne Fest hat einen Schluss. Wir wissen noch nicht wann. Es heißt, dass jeder gehen muss, der dann noch gehen kann.“

Auf dem Kirchplatz wurden die Seppenrader Spielleute von ihren musikalischen Freunden, den Islinger Musikanten, abgelöst, die mit ihrer bunten Mischung aus bayerischer Musik, Schlagern und Rockmusik bis tief in die Nacht für tolle Stimmung und eine volle Tanzfläche vor der illuminierten Pfarrkirche St. Dionysius sorgten.

Nicht weniger eng, dafür aber ein wenig lauter ging es im Rosengarten zu, wo ein Discjockey vom Musikpark mit seiner Musikauswahl das etwas jüngere Publikum ebenso anzog wie die Kirmes mit ihren Fahrgeschäften.

Die Islinger Musikanten hatten nur eine kurze Nacht, denn bereits am Sonntagvormittag spielten sie auf dem Kirchplatz zum musikalischen Frühschoppen auf. Am frühen Nachmittag übernahmen die Dorfmusikanten das musikalische Regiment rund um den Kirchplatz, wo das bunte Treiben mit dem Dämmerschoppen, bei dem die Gruppe „2night“ aufspielte, zu Ende ging. Im Rosengarten liefen da bereits die Vorbereitungen für den Tanzabend mit der Lüdinghauser Band „Bluelight“ sowie das große Lichterfest.

Am heutigen Montag stehen ab 14.30 Uhr für die Kinder die Kirmesattraktionen, Kinderschminken sowie das Figurentheater Compagnie aus Wolfsburg mit dem Stück „Badetag bei Gretel und Kaspar“ auf dem Programm. Die Cafeteria im Rosengarten eröffnet um 15.30 Uhr, bevor dann um 20 Uhr der Tanzabend mit der Show- und Partyband „Groovin“ beginnt. Höhepunkt des Abends wird das große Feuerwerk sein, das mit Einbruch der Dunkelheit den Himmel über Seppenrade in bunte Farben hüllen wird.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Hüwelgemeinschaft feiert 50-jähriges Bestehen

Gemeinschaftssinn stärken

Seppenrade – Ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftssinn waren Stichwörter, die sich wie ein roter Faden durch die Grußworte während der großen Jubiläumsfeier anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hüwelgemeinschaft „Ennigkeet alltied“ im Festzelt auf dem Sportgelände am gestrigen Freitagabend zogen. Willi Heimsath, Vorsitzender der Gemeinschaft, hieß nach einem kurzen Empfang der zahlreichen Gäste und der musikalischen Begrüßung durch den Spielmannszug „Klingendes Spiel“ neben vielen – auch ehemaligen- Hüwelanern ganz besonders Landrat Konrad Püning, Artur Friedenstab. den stellvertretenden Bürgermeister und Pfarrer Jürgen Heukamp von der katholischen Kirchengemeinde willkommen. Zudem Vertreter vieler Vereine und Institutionen der Stadt. Christoph Davids führte als Moderator locker und unterhaltsam durch den Abend. Es waren so viele Gäste erschienen, dass ein Großteil von ihnen im bunt geschmückten Festzelt stehen mussten.

In seiner Festrede hob Heimsath die Idee der Gründer noch einmal hervor, die vor 50 Jahren mit einem Karnevalsverein den Grundstock für die heutige Gemeinschaft gelegt hatten. „Aus dem Karnevalsverein ist im Laufe der Jahre eine Nachbarschaftsgemeinschaft entstanden, deren Gemeinschaftssinn über den Hüwel hinaus bekannt wurde. Der Gemeinschaftssinn ist es, der den Verein nach vorne bringt, auch mit Blick auf unsere Kinder, die beschützt aufwachsen sollen. Durch die spielenden Kinder entstand die Idee unserer Sport- und Freizeitanlage und damit einer Sportabteilung, die mit ihren Erfolgen die Gemeinschaft über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht hat“, sagte Heimsath.

Wer sich dieser Gemeinschaft ein wenig öffne, werde aufgenommen und inte­griert, denn für jeden sei etwas dabei. So wüchsen die Kinder in der Gemeinschaft heran und fühlten sich wohl. Darum stehe der Nachwuchs seit 1962 beim Kinderschützenfest im Mittelpunkt. „Natürlich bringt Vereinsarbeit, damit alles funktioniert, auch Arbeit mit sich. Wenn wir dann am Ende des Jahres zurückblicken, können wir mit Stolz sagen, das Richtige getan zu haben. Diesen Gemeinschaftssinn weiter zu fördern und Leute für ehrenamtliche Vereinsarbeit zu finden, werden die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte sein“, so Heimsath, der sich zum Schluss seiner Rede beim Vorstandsteam und dem Kindergartenteam St. Monika für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Artur Friedenstab eröffnete die Reihe der Gastredner, bevor verdiente Hüwelaner für ihre Arbeit im Vorstand geehrt wurden (siehe gesonderten Bericht auf der dritten Lokalseite). Nach so vielen Worten sorgten der Kindergarten St. Monika mit Liedern und Tänzen, die Tetekumer Funken und die Ambossfunken mit ihren Tanzdarbietungen, der Spielmannszug „Klingendes Spiel“, Paula Scholle mit plattdeutschen Dönekes, der Auftritt der befreundeten Lüdinghauser Gemeinschaften Mühlenpaot, Struck und die Bürgerschützengilde sowie die Familie Blechinger mit dem für diese Jubiläum getxteten „Hüwel-Song“ für eine stimmungsvolle Abwechslung, bevor Discjockey Rainer Bitter mit seiner Musik für eine lange Nacht am Hüwel sorgte.

Am heutigen Samstag werden die Feierlichkeiten um 15 Uhr mit dem Antreten der ehemaligen Königspaare weiter, die um 16 Uhr das Kaiserpaar beim Vogelwerfen ermitteln werden. Um 20 Uhr beginnt im Festzelt das große Sommerfest mit der Tanzband „Blue Light“. Der morgige Sonntag startet um 11 Uhr mit einem musikalischen Frühschoppen, dem sich um 14 Uhr das Kinderschützenfest und um 16 Uhr das Kinderfest auf dem Sportgelände anschließen werden.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Schützenfest Emkum-Reckelsum

Mit dem perfekten Schuss zum Titel

Seppenrade – An potenziellen Nachfolgern für den scheidenden König mangelte es den Emkum-Reckelsumern am Sonntagnachmittag keinesfalls. Nach den ersten knapp 200 Schüssen kristallisierte sich rasch ein spannender Fünfkampf um die Königswürde heraus. Die beiden Vorstandsmitglieder Erich Vieting und Ferdinand Muhle, Spieß Frank Wienhölter sowie Dirk Lukas und Dirk Meyritz hatten dem hölzernen Federvieh ordentlich den Kampf angesagt. Als Vieting dann um 16.48 Uhr guten Mutes zum 226. Schuss antrat, musste der Vogel noch nicht unbedingt fallen, doch der 58-Jährige erwischte wohl den perfekten Schuss, sodass der Vogel sauber auseinanderplatzte und gen Erde flatterte. Nach den ersten Feierlichkeiten präsentierte Vieting den „Untertanen“ seine Königin Maria Heckmann sowie die beiden Ehrendamen Erika Vieting und Inta Große Entrup.

Mit der traditionellen Generalprobe begannen am Freitagabend die vier Festtage der dritten Kompanie. Hier zeigte sich, dass sich die vielen Übungsabende im Vorfeld des Schützenfestes gelohnt hatten. Im Festzelt stimmten sich anschließend alle bei Musik und Tanz auf das Wochenende ein. Am Samstag wurde mit einer Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Dionysius der lebenden und Verstorbenen gedacht und die neue Kompaniefahne eingeweiht. In Begleitung des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“ und der „Dorfmusikanten“ zog die dritte Kompanie anschließend zur Kranzniederlegung am Ehrenmal, wo von den Jungjägern zunächst Rosen niedergelegt wurden. „Wie passt es zusammen, dass wir hier der Verstorbenen gedenken und gleichzeitig auf ein fröhliches Fest hoffen?“, fragte Ewald Rips, Vorsitzender der Emkum-Reckelsumer Schützen in seiner Gedenkrede. „Nach der Trauer bleibt die Erinnerung. Das führt uns hier zusammen. Die Verstorbenen bleiben unvergessliche Begleiter unseres Lebens. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen“ sagte Rips..

Ein imposantes Bild bot sich den vielen Hundert Besuchern am Sonntagmittag auf der Festwiese Hülsmann, wo das gesamte Bataillon zur Verabschiedung des alten Königspaares, Benedikt Hölper und Ruth Schöler, angetreten war. Hölper dankte allen Schützen für ihr Erscheinen und die großartige Unterstützung in den vergangenen vier Jahren seiner Regentschaft. „Jetzt freue ich mich diebisch auf das Königsschießen“, sagte der scheidende König, bevor der Spielmannszug den großen Festumzug durch Reckelsum anführte. Im Anschluss wurde das Königspaar zum letzten Mal mit einem Fahnenschlag geehrt, bevor Benedikt Hölper dann das spannende Königsschießen mit dem ersten Schuss eröffnete.

Nach dem zweiten Antreten, der Proklamation des neuen Königspaares und der Polonaise ins Festzelt begann am Sonntagabend der zünftige Königsball mit der Gruppe „Motion“. Abschluss des Festes ist am heutigen Montag der große Frühschoppen mit Gratulationen, Ehrungen und Tanz.

Quelle: Westfälische Nachrichten

Maigang

Geehrte brachten Ständchen

Seppenrade – Einen Blick zurück in die frühen 70er Jahre warfen die Musiker des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“ und ihre Gäste beim Maigang am Mittwochabend. Grund war die 40-jährige Mitgliedschaft von sechs Spielleuten, die 1971 einer der ersten Jugendgruppen des Vereins beitraten und den Musikzug zu einem der erfolgreichsten in Deutschland machten.

Begonnen hatte der Maigang auf der Sonnenterrasse des Reitervereins in Ondrup, wo Alfons Nienhaus, Ludger Hellkuhl und Norbert Dinkheller vom Vorstand der Reiter den Gästen Rede und Antwort standen, über die vielseitige Arbeit bei den Pferdefreunden berichteten und zum Anschluss die Reitanlage zeigten. Durch die „Ondruper Riege“ ging es zum Vereinsheim an der Kastanienallee, wo nach einem kräftigen Abendessen die Jubilarehrung einen geselligen Abend einleitete.

Anhand von alten Fotos und Zeitungsberichten wurde an die Zeit erinnert, als Klaus Bücker, Herbert Niehues, Günter Niehues, Norbert Niehues, Helmut Nottenkämper und Detlef Kind, die 1971 in den Spielmannszug aufgenommen wurden, die ersten Flötentöne und Trommeltakte erlernten. Mit dabei war auch Hermann Krusel, Ausbilder der Trommler, während Walter Kück damals die Flötisten ausbildete. „Wir haben aus purem Idealismus und ohne große Notenkenntnis unser bescheidenes Wissen weitergegeben“, sagte Hermann Krusel, der auch auf die Gründung der ersten Mädchengruppe 1973 einging. Die großen Erfolge mit mehreren Meistertiteln auf Bundes- und Landesebene ließen nicht lange auf sich warten. „Das war auch ein Erfolg unserer guten Kameradschaft im Verein, der hoffentlich auch weiterhin seinen Platz in der Gemeinde finden wird“, betonte Krusel, der zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Sebastian Stimberg den Jubilaren die Goldene Vereinsnadel und eine Ehrenurkunde überreichte. Natürlich brachte das Sextett als kleines Dankeschön ein Ständchen mit dem Stück „Hannoversche Pioniere“, der erste Marsch, den sie vor 40 Jahren gelernt hatten. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurde außerdem noch Barbara Medding geehrt.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Musik für Senegal

Musikalische Hilfe für Senegal

Seppenrade – „Musik für Senegal ist auch Hilfe für Senegal“, sagte Franz-Josef Frye, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Senegal“ bei der Eröffnung eines Benefizkonzertes für seinen Verein am Sonntag im Rosengarten. Die äußeren Umstände am Sonntag wiesen durchaus Parallelen zum Land in Westafrika auf. Da waren zum einen die Sonne mit ihren heißen Temperaturen, und zum anderen die Freude an der Musik, auch wenn im Senegal diese Freude noch durch den Tanz verstärkt wird.

Fast ein Dreivierteljahr haben die Vorbereitungen zu diesem Konzert gedauert, wie Klaus Bücker, Vorsitzender des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“, dem noch am Abend der 20-Jahrfeier der Senegalhilfe im vergangenen Jahr die Idee dazu kam. „An diesem Jubiläumsabend haben wir uns von der Arbeit des Vereins im Senegal überzeugen lassen“, sagte Bücker. Mit den befreundeten Dorfmusikanten und der B-Sharp Big Band aus Ascheberg waren schnell musikalische Partner gefunden. Weitere Unterstützung fanden die Spielleute im Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr aus Seppenrade, die für die Verpflegungsstände und das Rahmenprogramm für die Kinder mit Hüpfburg, Maltisch oder Glücksrad verantwortlich zeichneten.

„Ich war von der professionellen Vorbereitung der Veranstaltung begeistert, hatte das von Seppenrade aber auch nicht anders erwartet“, sagte Franz-Josef Frye, der mit einigen interessanten Zahlen die Bedeutung der Arbeit im Senegal unterstrich. So sei die Säuglingssterblichkeit in der Region Thies nach dem Bau einer Geburtsstation von 22 auf fünf Prozent gesunken, weil die Mütter vorher und nachher beraten werden. Ebenso konnte die Rate der Analphabeten von 50 auf zehn Prozent durch den Bau und Unterstützung von Schulen gesenkt werden. „Eine bessere Entwicklung geht nur über eine gute Bildung. Mit dem Erlös aus diesem Konzert retten und verbessern wir Leben im Senegal“, betonte Frye, der mit der Rhythmikergruppe „Come & drum“ von der Musikschule aus Dülmen noch eine vierte Musikgruppe mitgebracht hatte, die eine etwas andere Musik darbot. Beim Auftritt der vier Frauen blieb kein Fuß ruhig, so gingen die Gäste bei dem Rhythmus mit.

Die zahlreichen Besucher waren nicht nur von der tollen Unterhaltung der Musikgruppen angetan, sondern auch vom Rosengarten, der für dieses Konzert bei dem herrlichen Wetter den richtigen Rahmen bildete.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Landesdelegiertentagung

„Musik führt Menschen zusammen“

Seppenrade (mib). „1,3 Millionen Laienmusiker, unter ihnen 400.000 Jugendliche, sind ein großer Machtfaktor. Daher muss die Politik das Ehrenamt besser behandeln als das Profitum“, forderte Siegfried Kauder, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musik-Verbände und Mitglied des Deutschen Bundestages, auf der 74. Delegiertentagung des LandesMusik-Verbandes NRW, die im Vereinsheim des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“ in Seppenrade stattfand. Rund 150 Musikzüge aus NRW, davon auch einige aus dem Kreis Coesfeld, wurden bei dieser Tagung vertreten.

Mit einer Diashow stellte der Gastgeber seinen Verein sowie Seppenrade und Lüdinghausen den Vereinsvertretern vor, bevor Peter Mork, Vorsitzender des Landesverbandes aus Essen, die Gäste begrüßte. Richard Borgmann, Lüdinghauser Bürgermeister, hieß die Musiker im Namen der Stadt und des Seppenrader Spielmannszuges im Rosendorf willkommen. „Musik führt Menschen zusammen. Diese Tagung ist eine Ehre für unsere Stadt und ein Lohn für die gute Arbeit des Spielmannszuges“, so Borgmann.

BDMV-Präsident Siegfried Kauder war eigens aus Berlin angereist, um sich und seine Arbeit den Delegierten vorzustellen. „Bei diesem schönen Wetter hätten Sie lieber in Ihren Städten shoppen gehen können. Sie aber kommen dafür Ihrem ehrenamtlichen Engagement nach“, sagte Kauder, der sich in seinen Ausführungen als Mann seines Faches zeigte. So hat er in seiner kurzen Amtszeit bereits Gespräche mit der GEMA oder der Künstlersozialkasse geführt, mit denen die Musikvereine so ihre Probleme haben. „Der Verwaltungsaufwand mit diesen Institutionen ist immens. Selbst für mich als Jurist ist Vieles oft unverständlich. Wie sollen die Vereinsvorstände damit fertig werden?“, fragte Kauder, der die Musikjugend ein großes Vorbild für andere nannte und den Vereinen seine weitere Unterstützung zusagte.

Die umfangreiche Tagesordnung der Versammlung wurde zügig über die Bühne gebracht. Der Vorstand um Peter Mork wurde wiedergewählt. Ein wichtiger Beschluss war die Gründung eines Gremiums auf Landesebene, das über die Schwierigkeit von Musikstücken entscheiden soll. Dafür war in der Vergangenheit der Bundesvorstand zuständig. Die 75. Delegiertentagung 2012 wurde nach Köln-Worringen vergeben.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Karneval Stabil daobi

„Stabil daobi“ ließ es schon mal krachen

Seppenrade – 100 Jahre ist die Karnevalsgesellschaft „Stabil daobi“ in diesem Jahr alt. Aber zum alten Eisen gehören die Karnevalisten noch längst nicht. Zwar feiern sie erst im „stillen“ Monat November ihr Jubiläum, gestern ließen sie es jedoch trotzdem schon mal richtig krachen, als mit der Rosenmontagssitzung im Festzelt das große Finale des Seppenrader Karnevals über die Bühne ging.

Warum sie noch nicht zum alten Eisen gehören? Die Karnevalisten haben Mut, einmal etwas Neues zu machen. Beispielsweise den Beginn der Veranstaltung um eine Stunde nach hinten zu schieben. Damit hatten sie natürlich auch auf mehr Besucher gehofft. Dieser Wunsch mag vielleicht nicht ganz in Erfüllung gegangen sein. Aber diejenigen, die erst zum Abtanzen den Weg ins Zelt fanden, verpassten ein Programm, das den nicht ganz billigen Eintrittspreis wert war. Dabei bewiesen die Organisatoren auch Innovationsfreude, denn zu einer klassischen Sitzung gehören auch Büttenreden. Und die fehlten gestern. Vermisst wurden sie nicht. Dafür gab es andere Highlights. So startete das Programm beispielsweise mit den „Müllmännern“: Die Rhythmiker des Spielmannszuges machten aus Mülleimern Schlagzeuge. Wer meint „Spielmannszüge“ sind von gestern, hat den Zug der Zeit verpasst.

Die Tanzgruppen waren gestern einmal wieder das Salz in der karnevalistischen Suppe. Sowohl die Ambossfunken der gastgebenden Karnevalsgesellschaft, als auch die Tetekumer Funken demonstrierten mit Garde- und Showtänzen in fantasievollen Kostümen, dass sie den Sommer über nicht gefaulenzt hatten – eine Augenweide. Zum großen Finale musste sogar der Elferrat auf die Bühne – da wurden die Männer mal richtig flott gemacht. „Hol mal einer den Arzt“, schnaufte Präsident Ludger Stegt, der wieder routiniert durchs Programm führte, nach seiner Tanzeinlage.

Die Rosenmontags-Sitzung hat schon viele auswärtige Künstler gesehen – das „Duo Naseweiss“ dürfte jedoch als die wohl vielseitigsten Gäste in die 100-jährige Geschichte der Gesellschaft eingehen. Comedy, , Artistik, Show, Gesang und Slapstick. Martin Bruders und Frajo Ligmann aus Aachen beherrschten die gesamte Palette. „Dröge“ waren „Tante Luise und Herr Kurt“ nur auf den ersten Blick, dann entwickelten die beiden ungewöhnlichen Akteure trockenen Humor und ungeahnte Akrobatik. Wer dann noch auf den Stühlen saß, dem war auch nicht mehr zu helfen. Spätestens „Die Landeier“ mit ihrem eigentümlichen Mix aus Rock, Schlager und Volksmusik brachten die Narren auf die Stühle.

VON WERNER STORKSBERGER, LÜDINGHAUSEN

Quelle: Westfälische Nachrichten

Karneval Umzug Seppenrade

Kamelle fliegen reichlich beim Kinder-Umzug in Seppenrade

Seppenrade – Nach der Frauenpower an Weiberfastnacht haben am Sonntag die Kinder die Macht im Seppenrader Karneval übernommen. Bei kaltem, aber sonnigem Wetter begann das bunte Treiben im Rosendorf mit einem Umzug durchs Dorf und setzte sich mit einem Unterhaltungsprogramm im beheizten Festzelt auf dem alten Sportgelände fort.

Bevor sich der Umzug an der Dülmener Straße in Fahrt setzte, mussten das Kinderprinzenpaar, Prinz Luke und Prinzessin Anne, sowie die beiden Funken Sarah und Johanna, ein Radiointerview geben. Das machten sie ebenso mit Bravour wie anschließend das Kamellewerfen von ihrem Prinzenwagen aus.

Viele Besucher säumten die Straßen, als der närrische Lindwurm mit dem Dorfpolizisten, den Dorfmusikanten, dem Kegelclub „Dass Letzte“ als Müllmänner, dem Spielmannszug als Schulkinder, dem Elferrat von „Stabil daobi“, den Ambossfunken, Tanzgruppen der Tetekumer Karnevalisten „Ümmes de Ollen“ oder einer Fußgruppe des St.-Dionysius-Kindergartens in ihren farbigen Kostümen für Stimmung auf den Straßen sorgten.

Im Festzelt angekommen, wurden die kleinen und großen Karnevalisten von Präsident Ludger Stegt willkommen geheißen. Für den richtigen Schwung sorgten die „Tetekumer Funken“, die „Tetekumer Minifunken“ sowie die „Ambossfunken“, die bei ihren Tanzdarbietungen die Bühne zum Beben brachten. Ob Dioxin-Eier, das endlich wieder geöffnete Hallenbad, der Kunstrasenplatz des SC Union und seine Probleme oder die Siepen im Rosengarten, bei seiner Proklamation ließ das Kinderprinzenpaar kein Problem aus.

Dass ein Hund auch rechnen kann und gerne küsst, zeigte Komiker Florin mit sein Hund Cato. Die Kinder hatten beim Auftritt der beiden ebenso ihren Spaß wie anschließend bei der Clownzauberin „Jini“, die immer wieder Mädchen und Jungen aus dem Publikum auf die Bühne holte, die sie bei ihren Zaubertricks unterstützten. Auch nach dem offiziellen Programm stand „Jini“ bei den Kleinen im Mittelpunkt, denen sie viele „Ballonkünste“ zeigte. Die Eltern vergnügten sich derweil beim gemütlichen Frühschoppen.

Am heutigen Rosenmontag beginnt die große Prunksitzung im Festzelt um 15.11 Uhr. Ein Spitzenprogramm mit heimischen und anderen bekannten Künstlern wartet auf die Besucher. Zum Kehraus spielt ab 18 Uhr die Gruppe „Motion“ zum Tanz auf.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Jahreshauptversammlung

Spielleute freuen sich über „Heimspiele“

Lüdinghausen – „Warum gibt es kaum noch Einladungen anderer Musikvereine zu Wettstreiten?“ Mit dieser Frage befasste sich der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ bei seiner Jahreshauptversammlung am Samstag. Auf der Delegiertenversammlung des Landesverbandes, die am 9. April im Vereinsheim in Seppenrade stattfindet, wollen die Seppenrader Musiker dieses Thema auf die Tagesordnung setzen lassen.

Entsprechend spärlich fiel der Bericht von Geschäftsführer Martin Hülk nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Klaus Bücker aus. Auswärtige Spielverpflichtungen waren die Landesmeisterschaft in Buldern, bei der ein guter dritter Platz belegt wurde, zwei Auftritte in Dülmen und die Teilnahme am Musikfest der BSG in Nordkirchen. Bei den meisten Veranstaltungen im Dorf dagegen waren die Spielleute gern gesehene musikalische Gäste.

Über die gute Ausbildung des Nachwuchses informierte Ann-Kathrin Westrup, die musikalische Leiterin. Höhepunkte in diesem Jahr sind der Landesorchesterwettbewerb am 15. und 16. Oktober in Paderborn sowie das „Konzert für Senegal“, das mit den Dorfmusikanten, der Bigband aus Ascheberg und dem Gospelchor am 9. Mai im Rosengarten über die Bühne geht. Unterstützt werden die Musiker bei der Durchführung von der Feuerwehr.

Die Anschaffungen neuer Instrumente und Uniformen sowie der wetterbedingte Ausfall des Weihnachtstanzes schlug sich im umfangreichen Zahlenwerk von Kassierer Franz-Josef Tintrup nieder. Dass der Verein trotzdem auf finanziell gesunden Füßen steht, bestätigten die Kassenprüfer. Nach der Aufnahme von Carolin Bergmann, Lisa Heckmann und Thorsten Bräutigam in die Seniorengruppe, erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig die Entlastung. Die bisherige Vorstandsriege wird den Verein auch im neuen Jahr führen, da Klaus Bücker als Vorsitzender, Sebastian Stimberg als sein Stellvertreter, Martin Hülk als Geschäftsführer mit Benedikt Lütke Volksbeck als Stellvertreter, Franz-Josef Tintrup und Werner Niehues als Kassierer sowie die Beisitzer Kerstin Becker und Barbara Medding in ihren Ämtern bestätigt wurden. Walter Niehues, Herbert Niehues und Ann-Kathrin Westrup gehören als Tambourmajore dem Vorstand automatisch an. Andrea Hülk und Lena Niehues werden die Kasse prüfen.

Nach eingehender Diskussion beschloss die Versammlung, nach vielen Jahren erstmals wieder die Mitgliedsbeiträge moderat zu erhöhen.

Recht umfangreich ist der Terminplan für das neue Jahr. Der ausgefallene Weihnachtstanz soll am 13. Februar durch eine „Schneeparty“ im Zelt auf dem Festplatz ersetzt werden. Beim Karneval sind die Spielleute am 27. Februar in Leversum sowie beim Kinderkarneval am 6. März dabei. Am 24. April steht die „Schlagerparty“ beim Ostertanz im Festzelt und eine Woche später der „Tanz in den Mai“ am 30. April im Vereinsheim auf dem Programm. Beim Freundschaftstreffen des Spielmannszuges und der Brass Band in Lüdinghausen (17. Juli), spielt das „Klingende Spiel“ ebenso auf wie eine Woche später beim Jubiläumsfest der Hüwelgemeinschaft (22./23. Juli), beim Festumzug zur 700-Jahrfeier der Stadt Dülmen (24. Juli), beim Schützenfest der Struckgemeinschaft (3. September) und zum 100-jährigen Geburtstag der Karnevalsgesellschaft „Stabil daobi“ am 6. November. Hinzu kommen das Schützenfest in Emkum-Reckelsum, das Volksfest, der Martinszug, der Volkstrauertag und zum Jahresabschluss der Weihnachtstanz.

Nach der harmonischen Versammlung waren die Partner der Musiker zu einem gemeinsamen Abendessen geladen. Klaus Bücker ließ im Verlauf des Abends das vergangene Jahr in einem kleinen Film noch einmal Revue passieren.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten

Weihnachtstanz fällt aus

Festzelt bricht unter der Schneelast zusammen

Seppenrade – Außer Spesen nichts gewesen: Unter der Schneelast brach in der Nacht zu Heilig Abend das Zelt zusammen, in dem am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages eigentlich der traditionelle Weihnachtstanz des Spielmannszuges Klingendes Spiel stattfinden sollte. Daraus wurde natürlich nichts. Der Spielmannszug sagte die Veranstaltung verständlicherweise ab. Die Weihnachtsparty soll auf jeden Fall nachgeholt werden. Der Termin steht allerdings noch nicht fest. Es ist übrigens nicht die erste Veranstaltung des Spielmannszuges, bei der die Veranstalter vor den Naturgewalten kapitulieren mussten. Vor einigen Jahren wurde das Festzelt vom Sturm regelrecht wegggeweht.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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