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Hüwelgemeinschaft feiert 50-jähriges Bestehen

Gemeinschaftssinn stärken

Seppenrade - Ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftssinn waren Stichwörter, die sich wie ein roter Faden durch die Grußworte während der großen Jubiläumsfeier anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hüwelgemeinschaft „Ennigkeet alltied“ im Festzelt auf dem Sportgelände am gestrigen Freitagabend zogen. Willi Heimsath, Vorsitzender der Gemeinschaft, hieß nach einem kurzen Empfang der zahlreichen Gäste und der musikalischen Begrüßung durch den Spielmannszug „Klingendes Spiel“ neben vielen - auch ehemaligen- Hüwelanern ganz besonders Landrat Konrad Püning, Artur Friedenstab. den stellvertretenden Bürgermeister und Pfarrer Jürgen Heukamp von der katholischen Kirchengemeinde willkommen. Zudem Vertreter vieler Vereine und Institutionen der Stadt. Christoph Davids führte als Moderator locker und unterhaltsam durch den Abend. Es waren so viele Gäste erschienen, dass ein Großteil von ihnen im bunt geschmückten Festzelt stehen mussten.

In seiner Festrede hob Heimsath die Idee der Gründer noch einmal hervor, die vor 50 Jahren mit einem Karnevalsverein den Grundstock für die heutige Gemeinschaft gelegt hatten. „Aus dem Karnevalsverein ist im Laufe der Jahre eine Nachbarschaftsgemeinschaft entstanden, deren Gemeinschaftssinn über den Hüwel hinaus bekannt wurde. Der Gemeinschaftssinn ist es, der den Verein nach vorne bringt, auch mit Blick auf unsere Kinder, die beschützt aufwachsen sollen. Durch die spielenden Kinder entstand die Idee unserer Sport- und Freizeitanlage und damit einer Sportabteilung, die mit ihren Erfolgen die Gemeinschaft über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht hat“, sagte Heimsath.

Wer sich dieser Gemeinschaft ein wenig öffne, werde aufgenommen und inte­griert, denn für jeden sei etwas dabei. So wüchsen die Kinder in der Gemeinschaft heran und fühlten sich wohl. Darum stehe der Nachwuchs seit 1962 beim Kinderschützenfest im Mittelpunkt. „Natürlich bringt Vereinsarbeit, damit alles funktioniert, auch Arbeit mit sich. Wenn wir dann am Ende des Jahres zurückblicken, können wir mit Stolz sagen, das Richtige getan zu haben. Diesen Gemeinschaftssinn weiter zu fördern und Leute für ehrenamtliche Vereinsarbeit zu finden, werden die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte sein“, so Heimsath, der sich zum Schluss seiner Rede beim Vorstandsteam und dem Kindergartenteam St. Monika für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Artur Friedenstab eröffnete die Reihe der Gastredner, bevor verdiente Hüwelaner für ihre Arbeit im Vorstand geehrt wurden (siehe gesonderten Bericht auf der dritten Lokalseite). Nach so vielen Worten sorgten der Kindergarten St. Monika mit Liedern und Tänzen, die Tetekumer Funken und die Ambossfunken mit ihren Tanzdarbietungen, der Spielmannszug „Klingendes Spiel“, Paula Scholle mit plattdeutschen Dönekes, der Auftritt der befreundeten Lüdinghauser Gemeinschaften Mühlenpaot, Struck und die Bürgerschützengilde sowie die Familie Blechinger mit dem für diese Jubiläum getxteten „Hüwel-Song“ für eine stimmungsvolle Abwechslung, bevor Discjockey Rainer Bitter mit seiner Musik für eine lange Nacht am Hüwel sorgte.

Am heutigen Samstag werden die Feierlichkeiten um 15 Uhr mit dem Antreten der ehemaligen Königspaare weiter, die um 16 Uhr das Kaiserpaar beim Vogelwerfen ermitteln werden. Um 20 Uhr beginnt im Festzelt das große Sommerfest mit der Tanzband „Blue Light“. Der morgige Sonntag startet um 11 Uhr mit einem musikalischen Frühschoppen, dem sich um 14 Uhr das Kinderschützenfest und um 16 Uhr das Kinderfest auf dem Sportgelände anschließen werden.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten