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Musik für Senegal

Musikalische Hilfe für Senegal

Seppenrade - „Musik für Senegal ist auch Hilfe für Senegal“, sagte Franz-Josef Frye, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Senegal“ bei der Eröffnung eines Benefizkonzertes für seinen Verein am Sonntag im Rosengarten. Die äußeren Umstände am Sonntag wiesen durchaus Parallelen zum Land in Westafrika auf. Da waren zum einen die Sonne mit ihren heißen Temperaturen, und zum anderen die Freude an der Musik, auch wenn im Senegal diese Freude noch durch den Tanz verstärkt wird.

Fast ein Dreivierteljahr haben die Vorbereitungen zu diesem Konzert gedauert, wie Klaus Bücker, Vorsitzender des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“, dem noch am Abend der 20-Jahrfeier der Senegalhilfe im vergangenen Jahr die Idee dazu kam. „An diesem Jubiläumsabend haben wir uns von der Arbeit des Vereins im Senegal überzeugen lassen“, sagte Bücker. Mit den befreundeten Dorfmusikanten und der B-Sharp Big Band aus Ascheberg waren schnell musikalische Partner gefunden. Weitere Unterstützung fanden die Spielleute im Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr aus Seppenrade, die für die Verpflegungsstände und das Rahmenprogramm für die Kinder mit Hüpfburg, Maltisch oder Glücksrad verantwortlich zeichneten.

„Ich war von der professionellen Vorbereitung der Veranstaltung begeistert, hatte das von Seppenrade aber auch nicht anders erwartet“, sagte Franz-Josef Frye, der mit einigen interessanten Zahlen die Bedeutung der Arbeit im Senegal unterstrich. So sei die Säuglingssterblichkeit in der Region Thies nach dem Bau einer Geburtsstation von 22 auf fünf Prozent gesunken, weil die Mütter vorher und nachher beraten werden. Ebenso konnte die Rate der Analphabeten von 50 auf zehn Prozent durch den Bau und Unterstützung von Schulen gesenkt werden. „Eine bessere Entwicklung geht nur über eine gute Bildung. Mit dem Erlös aus diesem Konzert retten und verbessern wir Leben im Senegal“, betonte Frye, der mit der Rhythmikergruppe „Come & drum“ von der Musikschule aus Dülmen noch eine vierte Musikgruppe mitgebracht hatte, die eine etwas andere Musik darbot. Beim Auftritt der vier Frauen blieb kein Fuß ruhig, so gingen die Gäste bei dem Rhythmus mit.

Die zahlreichen Besucher waren nicht nur von der tollen Unterhaltung der Musikgruppen angetan, sondern auch vom Rosengarten, der für dieses Konzert bei dem herrlichen Wetter den richtigen Rahmen bildete.

VON MICHAEL BEER 

Quelle: Westfälische Nachrichten